8. August 2015

[Rezension] Schau mir in die Augen, Audrey // Legt eure Sonnenbrillen ab!

Hallo Bücherwürmer!


Heute kommt eine Rezension zu dem Buch...




Du hast manchmal das Gefühl dich am liebsten den ganzen Tag hinter einer großen Sonnenbrille verstecken zu wollen, weil du niemanden in die Augen schauen willst? Wenn ja, dann kannst du dich vielleicht ein wenig in Audrey hineinversetzen, denn sie macht genau dies, sich jeden Tag hinter einer Sonnenbrille verstecken um bloß keinen Augenkontakt zu anderen Menschen aufbauen zu müssen.

Durch einen Zwischenfall in der Schule hat sie eine physische Krankheit entwickelt, die es ihr unglaublich schwer macht mit anderen Menschen Kontakt aufzubauen, selbst ihrer eigenen Familie gegenüber fällt es ihr schwer diese Angst Menschen gegenüber zu überwinden.

Dieses Buch kam genau zur richtigen Zeit, denn es hat mich so viel gelehrt und es hat mir so viele Sachen vor Augen geführt, die ich endlich selber einmal begreifen musste. Ob es Schicksal war, dass ich genau das richtige Buch zur richtigen Zeit gelesen habe? Vielleicht. Glaubt ihr an das Schicksal? Ich jedenfalls schon und auch in diesem Buch zeigt sich das Schicksal in Form eines Jungen, der genau zur richtigen Zeit in Audreys Leben kam.

Das Buchcover wirkt auf dem ersten Blick sehr kindlich, denn es soll ja auch verdeutlichen, dass dieses Buch von Sophie Kinsella ihr erstes Jugendbuch ist und sie sich nun auch mal in ein etwas anderes Genre wagt. Ich habe bis zu diesem Moment kein einzigen Erwachsenen Roman von der Autorin gelesen, doch dies wird sich sehr wahrscheinlich ändern, da mich die Autorin mit ihrem Jugendbuch einfach nur umgehauen hat. Doch ich muss ehrlich sagen, so viel Unterschied zu einem Roman für Erwachsene gibt es bei dem Buch nicht. Ich muss zwar dieses Buch unabhängig von ihren anderen Büchern bewerten, da ich die anderen Bücher nicht kenne, aber das Buch „Schau mir in die Augen, Audrey“ ist definitiv für alle Altersgruppen, denn es behandelt auch ein ernstes Thema, nämlich eine physische Krankheit, jedoch so gut verständlich und einfühlsam, dass es auch für die jüngeren Leser eine wirklich wunderbare Lektüre ist.

Während des ganzen Buches gab es bei mir immer wieder die Frage nach der Vergangenheit von Audrey „Was ist geschehen, dass Audrey eine so starke Phobie vor Menschen entwickelt hat?“, doch ich kann an dieser Stelle ganz klar sagen, diese Frage wird während des ganzen Buches nicht beantwortet.
Ich fand dies aber nicht schlimm, denn nun komme ich zu einer der vielen Sachen, die mich das Buch gelehrt hat:

 „Verschwendet keine Zeit an die Vergangenheit, gebt euch lieber vollkommen der Zukunft hin, denn dieses Blatt in eurem Leben ist noch unbeschrieben und ihr könnt dieses Blatt so gestalten wie ihr wollt, wohingegen die Vergangenheit mit all ihren hässlichen und schönen Seiten fest in euer Blatt eingemeißelt ist und nicht mehr verändert werden kann.“ 
 
Ich war sehr glücklich als ich endlich zu dieser Erkenntnis gekommen bin und ich hoffe auch ihr könnt viel daraus gewinnen. Die Therapeutin von Audrey, hat in diesem Buch nicht nur ihr, sondern auch mir selber sehr geholfen.

In Audreys Familie konnte ich mich auch sofort hineinversetzen, denn diese Familie ist so schön normal verrückt. Dieses ganze Buch hat mich immer irgendwie entspannt und mir auch Stück für Stück die Augen geöffnet.

Das Buch hat mir außerdem noch zwei weitere große Erkenntnisse beschert. Zu einem zeigt das Buch, dass man seine eigene persönliche Angst immer versuchen muss ein wenig zu überwinden, wobei man aber auch akzeptieren muss, dass man so ist wie man ist und das auch gut so ist.
Die andere wichtige Erkenntnis ist, dass man auf keinen Fall seine kostbare Zeit des Lebens dafür verschwenden darf um sich Gedanken darüber zu machen, was andere Leute über einen denken.
Nach diesem Motto lebe ich schon sehr lange und es gibt ein Lied, dass mich immer und immer wieder motiviert so zu leben.




Außerdem zeigt dieses Buch, dass das Leben keine Linie ist, die konstant nach oben geht, sondern eine Linie, welche immer zwei Schritte vor, aber auch wieder einen zurück geht. Es gibt leider nicht nur Hochs im Leben, sondern nach jedem Hoch kommt auch irgendwann wieder ein Tief.



Und nun ruf ich euch dazu auf: „Nehmt eure eigene persönliche Sonnenbrille ab, diese Sonnenbrille steht für eine Furcht oder eine Angst, die Teile eures Lebens kontrolliert, doch denkt daran, es wird danach trotzdem nicht nur noch leicht sein..“



 

Dieses Buch konnte mir in vielen Hinsichten helfen und mir viele neue Erkenntnisse bescheren und ich hoffe auch, dass ihr aus diesem Buch viele Dinge nehmen könnt, die euch helfen werden viele Situationen in eurem Leben zu meistern.
Dieses Buch ist für alle Bücherwürmer, die jeden Tag mit ihrer eigenen persönlichen Sonnenbrille herumlaufen und die darauf warten, dass ihnen mal jemand sagt, wie man sie am besten abnimmt.
Und lasst euch nicht von dem Jugendbuchgenre und dem Cover abschrecken, dieses Buch ist auf jeden Fall für Alt und Jung, denn niemand hat in seinem Leben je ausgelernt.


1 Kommentar:

  1. Huhu,
    von dem Buch habe ich jetzt schon soviel gelesen und es direkt auf meine Wunschliste gelegt. :)

    Lieben Gruß
    Steffi
    (Kennst du schon mein Gewinnspiel? ;) )

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Ich freue mich über alle Kommentare :) Also scheut euch nicht und haut in die Tasten!! :)